Kann ich ohne ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System leben?

Den Titel dieses Artikels habe ich zugegebener Maßen entwendet – diese schöne Frage entstammt aus der LinkedIn-Gruppe “ISO 9001″. Im Kern dreht sich die Frage darum, ob ein Qualitätsmanagement-System nur etwas wert ist, wenn es auch zertifiziert wurde. Aus der daraus folgenden Diskussion ergab sich, dass selbstverständlich eine Organisation, die mit Qualitätsmanagement arbeitet, auch ohne Zertifizierung gute qualitätsorientierte Arbeit leisten kann. Eine Zertifizierung (oder Testierung, je nach QM-System) kann einer Organisation allerdings Vorteile bringen:

  • Wahrnehmung der Kunden und sonstigen Interessensgruppen:
    eine Zertifizierung nach einem bestimmten System lässt ohne große Erklärung die Qualitätsorientierung viel besser vermitteln als eine Umschreibung wie etwa “wir arbeiten kundenorientiert und optimieren durch systematische Überprüfungen alle relevanten Prozesse” - und überzeugt möglicherweise interessierte Personen von der verantwortungsvollen Arbeit einer Organisation.
  • Außensicht der Arbeitsabläufe und Strukturen:
    gegen Betriebsblindheit eines geschlossenen Systems ist das Hinzuziehen von Experten, die das Funktionieren einer Organisation von Außen überprüfen, absolut sinnvoll. Bei einem Zertifizierungsaudit wird überprüft, ob sowohl einzelne Arbeitsbereiche als auch die Gesamtheit der untersuchten Organisation die Anforderungen nach einer bestimmten Norm erfüllen – und nach den selbst auferlegten Ansprüchen handeln. Organisationen, die von der Wirksamkeit eines funktionierenden Qualitätsmanagement-Systems überzeugt sind, erhalten gerade durch diese harten, ausschließlich auf Fakten beruhenden Überprüfungen wertvolle Hinweise für die eigene Weiterentwicklung.
  • Erleichterung von Kooperationen:
    In der LinkedIn-Gruppe gab es zahlreiche Hinweise auf eine Vereinfachung der Zusammenarbeit mit Zulieferern, wenn durch eine Zertifizierung der eigene Arbeitsstandard deutlich gemacht wird. Dies ist nicht ohne weiteres auf Organisationen im Bildungsbereich zu übertragen. Aus meiner Sicht mag sich dies allerdings in Bezug auf geplante Kooperationen mit anderen Organisationen auszahlen, wenn diese bereits im Vorfeld über die eigenen Standards informiert werden können – und wissen, worauf sie sich bei einer Kooperation einlassen müssen.
  • Akquise von Fördermitteln:
    Gerade im Bildungsbereich sind die meisten Organisationen auf Fördermittel angewiesen. Organisationen, die Maßnahmen der Arbeitsförderung nach dem dritten Buch Sozialgesetzbuch durchführen, müssen bereits nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sein, um die angebotenen Leistungen durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert zu bekommen. Ähnliche Entwicklungen sind für andere Förderbereiche denkbar. Organisationen, die bereits zertifiziert sind, müssen einen dafür notwendigen Prozess nicht erst, wenn es überlebenswichtig ist, unter erhöhtem Druck umsetzen.

Unter Berücksichtigung solcher Argumente sollte sorgfältig abgewägt werden, ob eine Zertifizierung bzw. Testierung in Bezug auf den Aufwand, den ein solches Verfahren ohne Zweifel mit sich bringt, für eine Organisation Sinn macht. Eine Zertifizierung alleine sagt nicht viel über die wirkliche Arbeit aus – sondern darüber, ob die strukturellen Standards für qualitätsorientiertes Arbeiten nach einem bestimmten System geschaffen wurden. Als Resümee gilt in Anlehnung an einen Kommentar als Antwort auf die gestellte Frage: Zertifizierung kann oder auch nicht von Vorteil sein. Die Einführung und Durchführung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Verbesserung hingegen wird sicher von Nutzen sein.

Veröffentlicht unter Qualitätsmanagement | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

QM-Arbeitshilfe: Definition gelungener Beratung im Leitbild entwickeln (nach KQB)

Damit Leitbildentwicklung nicht zur Leidensentwicklung innerhalb einer Organisation beiträgt, ist Kreativität bei der Methodenwahl angesagt. Beim KQB-Modell kommt der Leitbildentwicklung zu Beginn des QM-Prozesses zentrale Bedeutung zu. Ich habe erlebt, wie ein Leitbild-Textbausteine über einen längeren Zeitraum zwischen Arbeitsgruppen und Gremien hin- und herpendelten, über Formulierungen diskutiert und an Sätzen gefeilt wurde, bis es dann letztlich abstimmungsreif war. Die Beteiligten waren danach auch reif – und dann kam die Anforderung des KQB-Modells hinzu, dass innerhalb des Leitbildes eine “Definition gelungener Beratung” formuliert sein muss. Was nun? Den ganzen Prozess erneut aufrollen?

Das wäre natürlich mühsam gewesen – und so habe ich ein KQB-Puzzle entwickelt: ich habe die 8 Spezifikationen, die ein Leitbild nach der KQB-Norm erfüllen muss, auf Puzzleteile geschrieben.

Puzzle mit den 8 Spezifikationen nach KQB

Puzzle mit den 8 Spezifikationen nach KQB

Dann hatten die Teilnehmer der Arbeitsgruppe die Aufgabe, den aktuellen Leitbild-Entwurf auseinander zu schneiden und die Absätze den Spezifikationen zuzuordnen. Heraus kam, dass wir mit dem bestehenden Leitbild die Spezifikationen nach KQB nahezu vollständig erfüllt hatten und nur noch die Begrifflichkeiten “nachschärfen” mussten. Der Prozess war aufgrund der Erkenntnis, unbewusst bereits Anforderungen erfüllt zu haben, sehr positiv – und führte zu einer stärkeren Auseinandersetzung mit dem Wesentlichen unserer Arbeit, nämlich der qualitativen Weiterentwicklung der Beratungstätigkeit.

Veröffentlicht unter Qualitätsmanagement | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Qualitätsentwicklung in Beratungsorganisationen mit KQB

Für ein Beratungsnetzwerk in Baden-Württemberg entwickle ich in einem Team seit etwas über einem Jahr ein Qualitätsmanagementsystem nach dem KQB-Modell, seit knapp zwei Jahren beschäftige ich mich selbst intensiver mit QM im Bildungsbereich und bin zunehmend begeistert vom KQB-Modell. Allerdings gibt es darüber – im Unterschied zu den ISO 9000ff.-, EFQM- und TQM-Modellen noch nicht allzu viele Veröffentlichungen und Diskussionen – deshalb wage ich hier einmal eine Vorstellung des Systems, da es sich für Beratungsorganisationen und -netzwerke im Bildungsbereich aus meiner Sicht gut eignet, um die eigene (Beratungs-)Qualität systematisch und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Das KQB-Modell

Ausgesprochen liest es sich: Kundenorientierte Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen und beruht auf dem Modell der Lernerorientierten Qualitätstestierung (LQW) nach Prof. Dr. Rainer Zech. Die Umsetzung des KQB-Qualitätsmodells wird bislang einzig von ArtSet Qualitätstestierung GmbH testiert, eine Akkreditierung des Unternehmens nach der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) liegt nicht vor. Bei KQB werden “die zu Beratenden konsequent  in den Mittelpunkt” gestellt. Diese Aussage findet sich in der praktischen Anwendung des Modells in der Tat wieder. Die Qualitätsnorm DIN EN ISO 9000ff. hat seinen Ursprung aus dem Management im produzierenden Bereich, von ihr ausgehend wurden zahlreiche eigene Systeme mit jeweils eigenem Bezugsrahmen inspiriert. So ist im KQB-Modell auch von einem zentralen Produkt die Rede – in diesem Fall von der Beratung: “Beratung ist ein besonderes »Produkt«, das man nicht verkaufen und nicht kaufen kann. Genau genommen ist Beratung immer ein Mit-sich-selbst-zu-Rate-gehen eines Individuums oder einer Organisation. Beratungsorganisationen können diesen Prozess der Selbstberatung allerdings durch ihre Dienstleistungen maßgeblich unterstützen; die Beratungsorganisationen gestalten hierfür den Ermöglichungsraum.” (Quelle: http://www.artset-kqb.de > Das KQB Modell)

Aufbau des KQB-Modells

Das KQB-Modell definiert 11 Qualitätsbereiche, nach denen eine Organisation die Erfüllung der vorgegebenen Anforderungen überprüft. In einem so genannten Selbstreport wird die Erfüllung bei einer beabsichtigten Testierung nachgewiesen und durch eine Visitation (im Erfolgsfalle) bestätigt.

KQB Qualitätsbereiche (nach ArtSet KQB)

KQB Qualitätsbereiche (nach ArtSet KQB)

Das Besondere am KQB-System ist aus meiner Sicht neben der selbstverständlichen Spezialisierung auf die Beratungsprozesse (Qualitätsbereich 4) der Rahmen des Modells: Beim Aufbau des QM-Systems, bevor sich die Organisation Gedanken über die eigene Struktur, die einzelnen Prozesse und sämtliche damit zusammenhängende Abläufe macht, erfolgt zunächst eine Besinnung auf den Kern dessen, was die Organisation ausmacht, nämlich auf das Leitbild. Die Leitbildentwicklung steht sämtlichen Bemühungen der qualitativen Entwicklung der Organisation voran, da hier das interne und externe Versprechen dessen abgegeben wird, was die Organisation gegenüber ihren Kunden, Mitarbeitern und sämtlichen Anspruchsgruppen erfüllen möchte. Davon abgeleitet werden erst die Schlüsselprozesse (Qualitätsbereich 3) und im Weiteren alle anderen Qualitätsbereiche abgeleitet, deren Inhalte und Anforderungen sich weitestgehend mit denen anderer QM-Systeme decken.

Gelungene Beratung

Zentrales Element innerhalb des Leitbildes stellt die Definition gelungener Beratung dar. Nach KQB steht die gelungene Beratung der Ratsuchenden im Fokus aller Qualitätsanstrengungen. Entsprechend muss dies von allen Mitarbeiter innerhalb der Organisation mitgetragen werden. Die Definition muss – wie das gesamte Leitbild – von den Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet werden und ist entsprechend organisationsspezifisch, kann also nicht pauschal vorgegeben werden. Dennoch sollte sich aus KQB-Sicht darin das Beratungsverständnis wiederfinden, dass den Beratungsnehmenden als Experten seiner Umwelt begreift – entsprechend müsse die “Erweiterung der Bestimmung des Subjektes über sein Leben bzw. bei Organisationen an er Erweiterung der Verfügung über die eigenen strukturellen Bedingungen und über die Organisationsumwelt” Teil dieser Definition sein. Einfacher ausgedrückt bietet Beratung “Hilfe zur Selbsthilfe” – und das muss sich im Leitbild wiederfinden.

Die Leitbild-Entwicklung alleine betrachtet erzeugt in dem Einen oder Anderen sicher Unbehagen – im Sinne eines Leidbildes, bei dem viel Mühe und Wortklauberei bei der Erstellung nötig war, das in der Praxis aber keine Relevanz hat. Im KQB-Modell aber hat das Leitbild direkte praktische Relevanz, denn die Entwicklung von Strategien, die Gestaltung der Prozesse und sämtliche Aktivitäten sollen in Bezug auf das gemeinsam entwickelte Leitbild betrachtet und innerhalb der einzelnen Qualitätsbereiche bewertet werden. Entsprechend sinnvoll ist es, die Leitbildentwicklung verantwortungsvoll durchzuführen, um einen geeigneten Reflexionsrahmen für das Unternehmen zu entwickeln.

Strategische Entwicklungsziele

Abschluss des QM-Systems bildet der eigene Qualitätsbereich “Strategische Entwicklungsziele”, in dem sich die Organisation als “lernende Organisation” mit ihrer mittel- und langfristigen Weiterentwicklung befasst. Die in den einzelnen vorangegangenen Qualitätsbereichen erarbeiteten Einzelziele werden gebündelt, priorisiert und fließen im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung in die Gesamtstrategie der Organisation ein.

Bewertung

Das KQB-Modell ist nach meiner bisherigen praktischen Erfahrung sehr gut geeignet, um einen Rahmen für die Qualitätsentwicklung einer Organisation zu bieten. Gerade die speziellen Anforderungen und vielschichtigen Rahmenbedingungen im Bereich der Beratung können in diesem flexiblen System betrachtet, bewertet und angepasst werden. Für Beratungsunternehmen, die ein Qualitätsmanagement-System aufbauen wollen, um in erster Linie ihre eigene Arbeit und ihr Beratungsangebot qualitativ weiterzuentwickeln, ist es zu empfehlen.

Gerade das Herausheben der Bedeutung von Leitbildentwicklung und des Herausbildens strategischer Entwicklungsziele halte ich für sehr gelungen: Qualitätsmanagement wird nicht als reines Instrument zur Organisation des Prozessmanagements gesehen, sondern als ganzheitliches Führungsinstrument. Mit der Leitbildentwicklung wird zunächst der Kern einer Organisation neu betrachtet und in einem partizipativen Prozess herausgearbeitet. Mit der Erarbeitung strategischer Entwicklungszielen hingegen wird deutlich, dass das eigentliche Qualitätsmanagement erst beginnt, wenn das System aufgebaut ist. Erst dann kann sich die Organisation systematisch, regelmäßig und transparent mit der eigenen Weiterentwicklung beschäftigen, wenn es einen vollständigen Rahmen dafür gibt. Eine Testierung oder Zertifizierung, die für manche Organisationen der Antrieb ist, ein QM-System aufzubauen, macht über die Qualität der Arbeit keine Aussage – dies belegt allerdings, dass die Bedingungen für die Entwicklung von Qualität in ausreichendem Maße geschaffen wurden. Wie das System angewendet wird, ist dann die eigentliche Kunst.

Ein großes Manko ist sicherlich, dass das System noch nicht allzu weit verbreitet ist und dass die einzige Testierungsstelle, die ArtSet Qualitätstestierung GmbH, nicht akkreditiert ist. Das wird Organisationen, die ihr Qualitätsmanagementsystem zertifizieren lassen und damit gegenüber Kunden als Wettbewerbsvorteil kommunizieren wollen, möglicherweise von der Einführung abhalten. Zudem gibt es bislang noch recht wenige Arbeitshilfen (hier finden sich von ArtSet angebotene kostenfreie Arbeitshilfen zu KQB)und Fortbildungsmöglichkeiten zu dem Modell, allerdings ist die Logik des Systems leicht nachvollziehbar und bewegt sich in bekanntem QM-Rahmen, dass ein Qualitätsmanager, der Erfahrungen mit verbreiteteren QM-Modellen wie dem der ISO 9000er-Reihe hat, nicht auf große Verständnisprobleme stoßen dürfte.

Update 19.02.2013: meine genannten Einschränkungen zur geringen Verbreitung und nicht möglichen Akkreditieung möchte ich nach einer Rückmeldung von ArtSet relativieren:
1) Bei KQB handelt es sich um ein „Untersystem“ der Lerner- und Kundenorientierten Qualitätstestierung, das insgesamt in Deutschland und Österreich (mit anderen) zu den führenden Systemen im Markt gehört (weit über 600 Kunden) und auch in Bulgarien, Polen und Litauen Anwendung findet.

2) Es ist ein anderes System als die ISO-Normenfamilie. Das Problem mit der Akkreditierung ist, dass die Akkreditierungsorganisationen nach einer ISO-Variante akkreditieren (ISO ist insofern ein geschlossenes Gesamtsystem), die für die ArtSet-Verfahren und Abläufe nicht greift. Eine andere Akkreditierung als nach der ISO-Norm gibt es aber nicht.
3) Deshalb wurde bei den ArtSet-Modellen der Weg über eine öffentliche Aufsichtsfunktion mittels eines Beirates gewählt, der in formaler Absprache mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Vertreter/innen aus Ministerien, Weiterbildungsverbänden und fachkundigen Wissenschaftlern besetzt ist.

Veröffentlicht unter Qualitätsmanagement | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vorbereitung eines Internen Audits bei einem Beratungsnetzwerk

Mein erstes Internes Audit steht an: In acht Wochen auditiere ich ein Beratungsnetzwerk in einem anderen Bundesland. Bei dem Auftraggeber handelt es sich um eine Organisation, die innerhalb eines Beratungsnetzwerks die steuernden Funktionen innehat und derzeit ein Qualitätsmanagementsystem nach KQB (Kundenorientierte Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen) aufbaut. Dieses wird im Laufe des Jahres extern auditiert und im Erfolgsfall testiert.

Was ist ein Internes Audit?

Ein Audit ist ein Soll-Ist-Vergleich. Das Interne Audit nach KQB dient dem Beratungsnetzwerk im Vorfeld der Testierung als eine systematische und unabhängige Untersuchung der qualitätsbezogenen Tätigkeiten und der Überprüfung des Erfüllungsgrades der geforderten Normenanforderungen innerhalb eines zuvor festgelegten Bereiches. Die in diesem Zusammenhang erfolgten Feststellungen werden durch den Auditor dokumentiert, eventuelle Abweichungen benannt und Hinweise für Verbesserungsmaßnahmen gegeben. Intern ist das Audit insofern, als die Ergebnisse nur an den Auftraggeber übermittelt werden und der internen Weiterentwicklung der Organisation oder des Netzwerks dient.

Ich plane nun also ein Systemaudit, in dem die zentralen Steuerungsstrukturen und Abläufe zwischen den Schnittstellen innerhalb des Beratungsnetzwerks analysiert und bewertet werden. In diesem Fall sogar als Generalprobe vor dem “Ernstfall”.

Zeitlicher Ablauf des geplanten Internen Audits

X-6 Wochen: Veranlassung des Internen Audits
Auditoren werden benannt, Auditziele, der Auditumfang, die Auditkriterien (z.B. Normanforderung nach KQB) werden festgelegt.
Ergebnis: Audit-Programm

X-3 Wochen: Prüfung der Dokumentation
Prüfung von Selbstreport, Ablaufplänen, Organigramm etc. / Überblick über den Stand des QM-Systems und die Schwerpunkte der Organisation bzw. des Netzwerks
Ergebnis: Audit-Checkliste mit konkreten Fragen

X-2 Wochen: Vorbereiten des Audits vor Ort
Den zeitlichen und inhaltlichen Ablauf planen (Wann wird wo was mit wem untersucht, Pausen, Eröffnungs- und Abschlussgespräch), Checkliste fertigstellen
Ergebnis: Audit-Plan

Tag X: Durchführen des Audits vor Ort (zweitägig)
Einführungsgespräch, Untersuchung (Dokumentieren von Nachweisen und eventuellen Abweichungen), Abschlussgespräch
Ergebnis: Audit-Protokoll

X+4 Tage: Erstellen des Auditberichts
Zusammenfassender Bericht zum Stand der Erfüllung der Anforderungen durch den Auditoren
Ergebnis: Audit-Bericht mit Hinweisen und Empfehlungen sowie gegebenenfalls Auflistung von Abweichungen

X+4 Tage: Abschluss des Internen Audits
Übergabe des Auditberichts an den Auftraggeber

X+1 Woche: Bewertung des Internen Audits
Bewertung des Auditors durch den Auftraggeber

anschließend: Einleiten von Verbesserungsmaßnahmen
Die auditierte Organisation ist für die Festlegung und Einleitung der Korrekturmaßnahmen verantwortlich
Ergebnis: Maßnahmeplan

Veröffentlicht unter Qualitätsmanagement | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Veränderungen in meinem Blog

Lange habe ich in meinem Blog keine Artikel mehr veröffentlicht – was anderen Schwerpunkten geschuldet ist. Nachdem ich mich längere Zeit mit Social Marketing und Online-Beteiligungsmöglichkeiten befasst habe, was auch durch die Mehrzahl der bisherigen Blogeinträge deutlich wird, lag mein fachlicher Schwerpunkt  in den letzten Jahren auf dem Aufbau eines Beratungsnetzwerk sowie damit verbunden in der Beschäftigung mit Qualitätsmanagement.

Seit letztem Jahr qualifiziere ich mich in diesem Bereich stetig weiter und baue derzeit ein Qualitätsmanagement-System für das landesweite Beratungsnetzwerk “kompetent vor Ort” in Baden-Württemberg nach dem KQB-Qualitätsmanagement-System auf. Diese Erfahrungen und Informationen rund um das Thema Qualitätsmanagement – vornehmlich im Bildungsbereich – möchte ich nun auch vermehrt darstellen.

Veröffentlicht unter Qualitätsmanagement | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar