Neue ARD/ZDF-Onlinestudie 2008

Verglichen mit anderen in diesem Jahr erschienenen Studien birgt die neue Studie von ARD und ZDF zum Onlineverhalten der Deutschen wenig neues in Bezug auf Web 2.0-Aktivitäten. Die Typologie der Internetnutzer in Junge Hyperaktive, Junge Flaneure, E-Consumer, Routinierte Infonutzer, Selektivnutzer und Randnutzer halte ich jedoch aus Marketingsicht für sehr sinnvoll, da dies die Segmentierung der Kundengruppen bezogen auf deren Internetverhalten ziemlich unterstützt.

Ein Ergebnis ist allerdings erwähnens- und zitierenswert:

Der Wille, sich aktiv mit einzubringen, ist unter den Onlinern bislang allerdings nur wenig ausgeprägt. Nur 13 Prozent der Internetnutzer zeigen sich sehr interessiert am aktiven Mitwirken. Deren Anteil ist damit unverändert niedrig. Nimmt man die Gruppe derer hinzu, die sich am Web-2.0-Prinzip etwas interessiert
zeigen, erhöht sich das Potenzial um 22 Prozent […]. Somit hat zumindest jeder dritte Onliner etwas Interesse am Bereitstellen eigener Inhalte im Netz. Eine Ausnahme bilden junge Onliner. Gerade die Teenager verhalten sich besonders aktiv im Netz. Mehr als die Hälfte (57%) dieser Gruppe zählt zu dem Kreis der potenziellen Lieferanten von user-generated Content.

Ich halte diesen Anteil für gar nicht so gering wie im Artikel in der Studie von Martin Fisch und Christopher Gscheidle „Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys“ bewertet wurde. Betrachtet man die 57% der Teenager, die sich aktiv einbringen möchten, so ist das mehr als positiv.

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2 Antworten zu Neue ARD/ZDF-Onlinestudie 2008

  1. foulder schreibt:

    Hallo, ein bisschen spät aber immer hin. Ich habe kürzlich ebenfalls zur ARD/ZDF- Onlinestudie 2008 gebloggt. Ich halte sie ebenso für äußerst aussagekräftig. Kombiniert man sie aber mit den (N)Onlineratlas 2009, der die Onliner nicht halb so differnziert sieht wie die Studie der ARD/ZDF, gewinnt man zu der abgedeckten gesellschaftlichen Breite noch eine geographische Tiefe, die es Erlaubt seine Onlineangebote — die schließlich häufig global angelegt aber lokal genutzt werden — genauer auf die Bedürfnisse seiner Nutzer(innen) abzustimmen.

    foulder

    • bresgun schreibt:

      Hallo foulder,

      vielen Dank! Das stimmt, allerdings ist der (N)Onlineratlas doch sehr auf die Erfassung der allgemeinen Verbreitung von Computernutzung konzentriert und greift den Web 2.0-Gedanken auch noch nicht allzu sehr auf, was ich sehr bedauerlich finde. In Bezug auf die regionale Erfassung der Bedeutung von (nicht nur) Web 2.0-Angeboten gibt es einen interessanten Artikel von Martin Weigert bei netzwertig.com, der das Google-Tool Search Insights für die Suche nach regionaler Relevanz von Online-Angeboten vorstellt. Damit lässt sich eine weitere Lücke schließen, obwohl über Search Insights nicht die tatsächliche Nutzung, sondern die Beliebtheit von den Suchanfragen ableitet.

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