Zeit zum Bloggen

Meine Diplomarbeit ist nun fertig! Die „Integration des Kunden in den Leistungserstellungsprozess“ ist durchdacht und mein Studium somit (endlich) abgeschlossen.

Das bringt mir nun auch mehr Zeit zum Bloggen, zum freien Recherchieren und zum Zusammentragen von Ideen zum Web 2.0-Marketing. Sowohl im Nonprofit-Bereich als auch in der freien Wirtschaft sehe ich neben vielen neuen Initiativen und Ideen wenig überzeugende ganzheitliche Konzeptionen. Blogs, Podcasts, Twitter-Accounts, Wikis und Communities zu jedem Thema sprießen aus dem Boden – scheinbar einfach nur, um „dabei“ zu sein. Nachhaltigkeit und Zielorientierung sind in den wenigsten Fällen zu erkennen. Dies sind meiner Meinung nach aber die wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für das neue Marketing. Community Management macht wenig Sinn, wenn es nicht dazu dient, den Kunden in unternehmenseigene Prozesse zu integrieren, außer vielleicht bei Communities, die sich – wie die Großen – um sich selbst drehen. Geht es aber darum, einen Mehrwert für ein Unternehmen durch Gründung einer Community, durch die Einrichtung von Corporate Blogs oder durch Aufsetzen eines Twitter-Accounts zu bilden, und ist das Unternehmen bereit, sich gegenüber dem Nutzer, dem Kunden, zu öffnen, so entsteht ein Plus auf beiden Seiten: Der Nutzer erhält die Möglichkeit, Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen mit zu gestalten und seinen Bedürfnissen anzupassen. Das Unternehmen profitiert davon, indem Kundenbedürfnisse direkt von Kunden an sie herangetragen werden (anstatt diese erheben zu müssen) sowie durch externe Innovationsimpulse, die wie bei LEGO Factory die internen Entwicklungen unterstützen.

Web 2.0 ist also mehr als Applikationen, Öffentlichkeitsarbeit und Mitschwimmen im Trend – es ist die Überzeugung, dass Beteiligung von Kunden und Nutzern an Unternehmensprozessen Mehrwert für alle bringt. Davon wird dieses Blog in Zukunft verstärkt handeln.

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5 Antworten zu Zeit zum Bloggen

  1. Lars Rech schreibt:

    Hallo Günter,

    ich interessiere mich sehr für die Beispiele, die Du in deiner Dipl.-arbeit gebracht hast, weil ich ein so änhliches Thema gerade in meiner DA beschreibe (wer macht das wohl nicht gerade🙂 )
    Kannst Du mir netter weise Deine Beispiele (Firmen) mal nennen?

    Ich hoffe, Du hilfst einem Studenten weiter🙂

    Grüße, Lars

    • bresgun schreibt:

      Hallo Lars,

      die Beispiele habe ich nach verschiedenen Schwerpunkten gewählt.
      Lead-User-Ansatz:
      Eine vorbildliche Umsetzung geschieht hier durch Webasto AG. Ich hatte bei einem Open-Innovation-Symposium der Uni Friedrichshafen eine Vorstellung des Konzepts durch den dortigen Marketingleiter und den für mich überzeugendsten deutschen Wissenschaftler in diesem Bereich, Frank Piller, verfolgt. Von Piller steht das hervorragende Buch „Interaktive Wertschöpfung“ zum Großteil zum kostenlosen Download bereit. Sehr empfehlenswert!
      Crowdsourcing:
      Hier emfpehle ich die Beispiele aus Clay Shirkys Buch „Here comes Everybody“ – er hat an zahlreichen Unternehmen dargestellt, unter welchen Bedingungen die Weisheit der Massen Erfolg verspricht. Natürlich ist auch Surowieckis „Die Weisheit der Vielen“ und Jeff Howe zum Thema Diversity hier ganz wichtig.
      Mass Customization:
      LEGO Factory und Brewtopia, auch wenn die Beispiele schon vielfach besprochen wurden. Aber sie sind doch sehr überzeugend.
      Zum Thema Web 2.0 allgemein habe ich mich mit dem Schwerpunkt Communities entsprechend mit den größeren weltweiten, deutschlandweiten und regionalen (Baden-Württemberg) Communities im Überblick befasst.
      Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

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